FAQ

Warum das Zeltdorf?

Im Jahr 2015 kam es zu einem starken Anstieg der Flüchtlingszahlen. Laut der Stadt Essen sind die „Kapazitäten der Behelfseinrichtungen und Übergangswohnheime vollständig erschöpft.“. Als Übergangslösung entschied der Oberbürgermeister und der Krisenstab, Flüchtlingsdörfer zu errichten, um die ankommenden Menschen unterbringen zu können. Eine der dafür genutzten Flächen ist jene des ehemaligen Hamburger Sportplatzes.

Was muss ich tun, wenn ich mich einbringen will?

Um in der Flüchtlinghilfe mit den Flüchtlingen aktiv werden zu können, sollten Sie drei Dinge tun:

Zum einen melden Sie sich einfach unter der E-Mail-Adresse helfen@runder-tisch-hamburgerstrasse.de und geben an welche Tätigkeiten Sie interessieren.

Zum anderen müssen Sie die Charta „Ehrenamtliche Mitarbeit in der Flüchtlingshilfe“ (Link) unterschreiben und mitbringen.

Des weiteren ist es notwendig ein erweitertes Führungszeugnis vorzulegen. Dieses erhalten Sie, indem Sie sich das Formular zur Beantragung am Flüchtlingsdorf oder bei einem der Treffen des Runden Tisches abholen und ausgefüllt dem Bürgeramt vorlegen. Die Kosten für das Führungszeugnis belaufen sich auf 13€, diese erhalten Sie vollständig von European Homecare erstattet. Dazu müssen sie sich ganz einfach mit dem Führungszeugnis und der Quittung beim Flüchtlingsdorf melden. Nach der Prüfung des Führungszeugnisses erhalten Sie dieses zurück. Die Charta und das Führungszeugnis können nur am Flüchtlingsdorf oder bei Treffen des Runden Tisches abgegeben werden und nicht in der Verwaltung von EHC in der Giradetstraße.

Versicherung:

Alle Ehrenamtlichen, die in Abstimmung mit uns Angebote für und mit den BewohnerInnen schaffen, sind über die Unfallkasse NRW unfallversichert und über die Sammelversicherung des Landes NRW haftpflichtversichert.

Die konkreten Angebote werden mit uns über den Runden Tisch abgestimmt und organisiert. Für den Versicherungsschutz sollten diese Abstimmungen schriftlich erfasst werden. Angebote, die über Runde Tische beziehungsweise die entsprechenden Arbeitskreise gemacht werden, werden zum einen direkt am Runden Tisch mündlich kommuniziert und besprochen, zum anderen regelmäßig den EinrichtungsleiterInnen und mir per Email zugeschickt.

Gemeinsame Aktivitäten zwischen Ehrenamtlichen und BewohnerInnen, die dem privaten Bereich zuzuordnen sind, fallen nicht unter den genannten Versicherungsschutz. Einzelheiten zum Versicherungsumfang und weiteren Details sind auf den Internetseiten der Unfallkasse NRW und des Landes NRW zu finden: https://www.unfallkasse-nrw.de/versicherte-und-leistungen/versicherte/im-ehrenamt/ehrenamtliche-fluechtlingshilfe.html und https://www.engagiert-in-nrw.de/sicherheit.

Die BewohnerInnen der Behelfs- und Notunterkünfte haben in der Regel keine eigene Haftpflichtversicherung.

Nach dem Asylbewerberleistungsgesetz werden Leistungen zur medizinischen Versorgung bei akuter Krankheit bzw. akutem Behandlungsbedarf erbracht. Das heißt, das im Falle der Verunfallung einer/s Bewohners/Bewohnerin auch die notfallmedizinische Versorgung abgedeckt ist. Bitte informieren Sie in einem solchen Fall umgehend die Einrichtungsleitung.

Infektionsschutz

Informationen dazu finden sie in diesem Dokument.

Nutzung der Räumlichkeiten vor Ort im Zeltdorf:

Es ist absolut wünschenswert und immer zu bevorzugen, dass Angebote außerhalb der Zeltunterkunft stattfinden. Insbesondere bei Angeboten für Frauen und Kinder können wir uns aber absprechen, ob Angebote im Zeltdorf „starten“ und dann „rausgeführt“ werden.

Aktivitäten mit Kindern allgemein:

Die Aufsichtspflicht liegt bei den Eltern. Aktivitäten, die sich an Kinder wenden, sollten daher (wie aber ja bereits aus einigen AK beim RT selbst gesagt wurde) immer so geplant werden, dass jeweils ein Elternteil mitkommt.

Die Aufsichtspflicht sollte nicht von den Eltern auf die Ehrenamtlichen übertragen werden.

Wie Sie aber bereits auch gesagt hatten, ist es sinnvoll, dass Aktivitäten, die sich an Kinder richten, über die Eltern kommuniziert und die Eltern miteinbezogen werden.

Verstauen von Material vor Ort:

Für Material, dass Sie vor Ort verstauen möchten (wenn es ein gewisses Maß nicht übersteigt), können wir (EHC) abschließbare Spinde vor Ort zur Verfügung stellen. Den Schlüssel der Vorhängeschlösser können wir in der Verwaltung hinterlegen, so dass Sie als Ehrenamtliche Zugang dazu haben oder aber Sie verwalten den Schlüssel selbst.

Sozialticket:

Die BewohnerInnen können im Kundencenter des Sozialamts einen Berechtigungsnachweis erhalten. Den legen sie im Kundencenter der EVAG vor und erhalten dort eine vergünstigte Wertmarke erwerben, die jeweils bis zum Ende des Monats gilt. Es kostet 31,95 EUR und da der Erwerb natürlich freiwillig ist, nehmen BewohnerInnen das Angebot erfahrungsgemäß nicht sofort wahr, sondern probieren zunächst, ohne das Sozialticket zurecht zukommen.

Warum kochen die Bewohner nicht selbst?

Einerseits ist auf dem Gelände nur sehr schwer eine eigene Küche einzurichten. Andererseits soll ein guter hygienischer Standard erreicht werden, der durch Selbstversorgung oder eine lokale Küche nicht zu erreichen ist.

Warum wird durch eine externe Firma gereinigt?

Die gemeinsam genutzten Räume, insbesondere die Sanitäranlagen, werden durch eine externe Firma gereinigt, da zur Reinigung Spezialreiniger eingesetzt werden müssen, die durch ausgebildetes Personal zu handhaben sind. Die individuellen Rückzugsräume hingegen werden durch die Bewohner selbst gepflegt.